Portfolio Analyse – 3 Schritte, um Ihre Investitionen zu sichern

Als Portfolio wird die Gesamtheit Ihres Vermögens bezeichnet. Es kann aus den verschiedensten Assetklassen wie Aktien, Investmentfonds, Goldmünzen oder Immobilien bestehen. Nicht immer aber passen die einzelnen Anlagemöglichkeiten gut zueinander. Damit Sie keine böse Überraschung erleben, ist eine Portfolio Analyse durchaus sinnvoll.

Ein Portfolio sollte nicht wahllos zusammen gestückelt werden.

Auf keinen Fall zufällig strukturiert sein.

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Die Auswahl von Assetklassen und Wertpapieren sollte gezielt auf das gesamte Portfolio abgestimmt sein. Das hört sich im ersten Moment kompliziert an. Gehen Sie einfach die Portfolio Analyse Schritt-für Schritt durch.

Planen, beziehungsweise überdenken Sie Ihr vorhandenes/zukünftiges Portfolio!

Schritt 1: Portfolio Analyse - die Korrelation

Achten Sie immer auf die Korrelation von Anlageklassen!

Korrelation bedeutet, wie sich die Erträge Ihre verschiedenen Anlagen bei entsprechenden Marktbewegungen zueinander verhalten.

Portfolio Analyse

Schauen wir uns dazu die Tabelle etwas genauer an!

Links seht die Korrelation.

Rechts, wie sich die Anlagen zueinander verhalten.

Die Korrelation teilt man in 3 Bereiche auf. Korrelation von 1, 0, -1.

Eine Korrelation von +1 bedeutet:

  • Steigt der Wert von Anlage A, dann wird Anlage B auch steigen.
  • Anlage A und B sinken aber auch gleich (hohe Korrelation)

Eine Korrelation von 0 bedeutet:

  • Steigt der Wert von Anlage A, dann wird Anlage B entweder auch steigen, sinken oder unverändert bleiben.
  • Sinkt Anlage A wird B auch sinken, steigen oder gleich bleiben.

Eine Korrelation von -1 bedeutet:

  • Steigt der Wert von Anlage A, dann wird Anlage B sinken.
  • Oder sinkt Anlage A, dann steigt Anlage B. Das ist die sogenannte negative Korrelation.

Sind 2 Anlagen zu ähnlich, haben sie also eine hohe Korrelation bis +1, besteht die Gefahr, dass beide schlechte Renditen erwirtschaften.

Und Verluste einer Anlage durch die andere nicht ausgeglichen werden.


Ein Beispiel für Ihre Portfolio Analyse.

Angenommen Sie besitzen nur einen Rohstofffonds - Edelmetalle und Sie haben einige Goldmünzen gekauft. Wenn nun der Goldpreis fällt, dann fällt nicht nur der Kurs Ihres Fonds, sondern auch der Tageskurs Ihrer Münzen.

Die Korrelation ist hier sehr hoch.

Eine Anlageform kann die andere im Verlustfall nicht ausgleichen!

Mischt man in einem Portfolio beispielsweise zwei an sich hoch riskante Anlageklassen wie Aktien und Gold, so ist das Risiko im Portfolio insgesamt deutlich reduziert, weil Aktien und Gold oft negativ korrelieren.

Sie sehen wie wichtig die Korrelation in Ihrer Portfolio Analyse ist.

Im Idealfall liegt die Korrelation bei 0 und ist damit ausgeglichen.

Portfolio Analyse  korrelation positiv

In der Korrelations-Matrix sehen Sie beispielsweise, dass der MSCI Europe und der MSCI Emerging Markets eine 10jährige Korrelation von 0,8 haben.

Das ist eine hohe Korrelation.

Also werden sie wahrscheinlich ähnliche Erträge haben.

Portfolio Analyse korrelation negativ

Im Vergleich dazu haben der MSCI Europe und Globale Anleihen eine 10jährige Korrelation von -0,29.

Also eine negative Korrelation.

Hier entwickeln sich die Erträge tendenziell gegenläufig. Verluste der einen Anlage können durch Verluste der anderen eventuell ausgeglichen werden.

Portfolio Analyse  korrelation Immo

Immobilien haben zu allen anderen Anlageklassen eine 10jährige negative Korrelation.

Das bedeutet sie sind am unabhängigsten.

Auch innerhalb einer Assetklasse macht es Sinn bei der Portfolio Analyse, die Korrelation zu betrachten.

Wenn Sie beispielsweise schon Mischfonds in Ihrem Portfolio haben, lohnt sich bei einem Neukauf der Blick auf eine Korrelations-Matrix für Mischfonds.


Fazit Korrelation:

Die Portfolio Analyse hat gezeigt, wie sinnvoll es ist, vor dem Kauf einer Geldanlage einen Blick auf die Korrelation der Assetklassen zu werfen.


Schritt 2: Portfolio Analyse – die Diversifikation

Den Spruch, nicht alle Eier in einen Korb zu legen, haben Sie sicher schon öfter gehört.

Portfolio Analyse Diversifikation

Was ja durchaus Sinn macht. Denn wenn man fällt, sind nicht schlagartig alle Eier kaputt.

Die Diversifikation als Teil der Portfolio Analyse ist quasi das gleiche.


Diversifikation bedeutet das Verlust-Risiko eines Portfolios durch Streuung zu senken.

Die Streuung der verschiedenen Anlageklassen wird auch die Vermögensallokation, englisch asset allocation, genannt.

Die übersichtliche Asset Allokaton Ampel von DWS informiert Sie jeden Monat über die Entwicklungen in den wichtigsten Aktien-, Anleihen- und Rohstoffkategorien.

Haben Sie aber gleichzeitig auch Mut zum Risiko!

Denn Risikovermeidung um jeden Preis, bringt nur eine sehr geringe Rendite mit sich!

Diversifikation ist wichtig, sonst besteht die Gefahr der Klumpenbildung.


Aber was ist Klumpenbildung eigentlich?

 

Am Besten ein Beispiel dazu:

Wer hauptsächlich in eine Aktie oder eine Immobilie oder nur in Tagesgeld und Sparbuch investiert, hat ein größeres Klumpenrisiko, als bei einer breiten Streuung der Kapitalanlagen.

Ein Klumpenrisiko besteht auch dann, wenn Sie "vermeintlich" streuen, wie beispielsweise in drei verschiedene Autoaktien.

Dann haben Sie NICHT gestreut, sondern eine Klumpenbildung, weil die Anlagen jeweils zu 100% korrelieren!

Auch wer in mehrere, auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Fonds oder bei ETF´s in verschiedene Indizes investiert, kann einzelne Branchen und sogar Einzeltitel dadurch unbeabsichtigt übergewichten.


Eine breite Anlagestreuung auch für regelmäßige Sparbeiträge bieten in der Regel Investmentfonds.

Sie als Sparer haben die Wahl zwischen sicherheitsorientierten Rentenfonds, breit streuenden Mischfonds und spekulativen Aktienfonds.

  • Besteht Ihr Vermögen zum Beispiel zu 95 Prozent aus Geldmarktfonds, sollten Sie einen Aktienfonds in Ihr Depot mit aufnehmen.
  • Haben Sie ­bislang nur auf deutsche Titel gesetzt, ­erweitern Sie Ihr Depot doch mit einem weltweiten Fonds.


Die Faustregel für den Aktienanteil in Ihrem Depot lautet ungefähr 100 minus Lebensalter.

Mit einer breiten Streuung können Sie das Verlust-Risiko verringern, aber nur, wenn Sie dabei auch die Korrelationen Ihrer Anlagen im Auge behalten.

Denn, wie wir schon erklärt haben, können sich unterschiedliche Anlagen parallel entwickeln und so ein Klumpenrisiken bilden.


Fazit Diversifikation

Die Diversifikation während der Portfolio Analyse zu betrachten, senkt das Verlust-Risiko Ihres Portfolios durch Streuung der Geldanlagen. Nicht alle Eier werden Rührei 😉.


Schritt 3: Portfolio Analyse - mischen Sie Ihre Anlagen

​.

Portfolio Analyse Mischen

Mischen Sie Anlagen aus den verschiedenen Risikoklassen Ihrem Ziel und Risikoempfinden angepasst!

Geld anlegen können Sie in Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Immobilien, und vieles mehr.

Ein kleiner Teil mit hohem Risiko kann durch Anlagen mit geringem Risiko ausgeglichen werden und dabei insgesamt eine höhere Rendite erreichen.


Mischen Sie Anlagen verschiedener Emittenten.

  • Ein Emittenten ist der der Herausgeber der Anlage, wie beispielsweise Kapitalanlagegesellschaften, Länder, Unternehmen.


Mischen Sie auch Anlagen aus verschiedenen Segmenten.

Immer Ihrem Ziel und Risikoempfinden angepasst!

Wie beispielsweise Tagesgeld, Sparbrief, Rentenfonds oder Aktienfonds.


Fazit Portfolio Analyse

Die regelmäßige Portfolios Analyse! Der Risikocheck Ihres Portfolios.

Mit einem guten Risikomanagement können Sie Ihr Portfolio optimieren und regelmäßig Ihrem individuellen Risikolevel anpassen.

So kann Ihnen beispielsweise NICHT der Fehler unbemerkt unterlaufen, dass sich Ihr Aktienanteil in Ihrem Depot erhöht und Sie dadurch ein höheres, ungewolltes Risiko eingehen.


Noch ein Tipp zur Portfolio Analyse!

Schauen Sie nicht zu oft in Ihr Depot!

Bleiben Sie gelassen!

Der Erfolg des ganzen Depots zählt!

Die Diversifizierung (also die Streuung) Ihres Vermögens unter Berücksichtigung der Korrelationen verbessert den langfristigen Anlageerfolg.

Mit einer Anlage in einen flexiblen Mischfonds lässt sich in der Regel, auch mit kleinen Beträgen, ein weites Spektrum von Anlageklassen und Regionen abdecken.

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